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Buch des Monats - April 2017

Rotes Antiquariat und Galerie Wien-Berlin

Österreichischer Werkbund: Internationale Ausstellung. Wien, 1932

Österreichischer Werkbund. Werkbundsiedlung. Internationale Ausstellung Wien 1932. Wien XIII. Veitinger - Jagdschlossgasse. Verlag und Druck: Brüder Rosenbaum. Wien 1932. 125 S., zahlr. Bll. (Werbeannoncen). Mit einigen wenigen s/w-Fotos und zahlr. Grundrissen.
Quer 8°, illustr. Orig.-Karton (Entwurf von Elsa Engel-Meinfelden).

Einband etwas bestoßen, Ecken leicht aufgebogen, im Inneren Anstreichungen und Anmerkungen mit Grafit, ansonsten guter Zustand.

 

Weitere Informationen:

Der seltene Katalog zur Werkbundsiedlung. Im Sommer 1932 gab es am westlichen Stadtrand Wiens die "größte Bauausstellung Europas" zu sehen. Die Werkbundsiedlung in Lainz war eine internationale Leistungsschau des modernen Wohnbaus und ein Manifest des Neuen Wohnens. Sie entstand als soziale und ästhetische Utopie von einem besseren Leben aus dem Geist der Moderne.

Die Gesamtleitung lag bei Josef Frank. 30 Architekten und eine Architektin aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Holland und den USA entwarfen 70 Musterhäuser. Zahlreiche InnenarchitektInnen sorgten gemeinsam mit renommierten Firmen für die Möblierung und Ausstattung der Häuser als Beleg für das hohe Niveau der Wiener Wohnkultur.

Die Häuser sollten Modelle für den Bau großer Siedlungen im Grünen sein. Die Werkbundsiedlung, ein Kind der Siedlerbewegung, antwortete damit auf das Wohnbauprogramm des "Roten Wien". Den innerstädtischen "Superblocks" stellte Frank als Ideal das Einfamilien- und Reihenhaus mit Garten gegenüber.

Durch den Verzicht auf eine einheitliche Gestaltung und die individuelle und flexible Möblierung reagierten ArchitektInnen und GestalterInnen auf die zeitgenössische Überbetonung von Maschinenästhetik und Funktionalismus. Die Werkbundsiedlung ist deshalb das wichtigste Zeugnis jener undogmatischen Moderne, die Josef Frank propagierte und für Wien typisch war.

Preis: 450 Euro

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